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James Morrison:
album: Songs For Your, Truths for me
out 30.09.2008
single: Broken Strings 
out 16.01.2009


1. Wenn Sie sich in Londons Strassen bewegen, werden Sie erkannt oder wollen wild kreischende Mädchen Autogramme von Ihnen oder haben hysterische Anfälle?


James: Gelegentlich passiert so was schon mal und so eine Begegnung artet aus. Aber oft kann ich auch ganz ungestört in der Stadt herumspazieren. Meistens sind die Passanten ganz entspannt. Sie wissen, dass ich ein ganz normaler Typ bin, der es liebe Musik zu machen. Ich bin kein so großartiger Star, als dass jemand denken könnte, ich bin unantastbar… Jeder kann auf mich zukommen und mit mir reden. Wie gesagt, die meisten Leute sind einfach nett zu mir und ich dann auch zu ihnen!

2. Wo haben Sie gelernt so zu singen und Songs zu schreiben?

James: In meinem Kinderzimmer, als Kind! (lacht) Ich spielte in jungen Jahren sehr viel in Pubs wo die Leute das hören wollten was sie kannten und mochten – all die alten Kamellen wie ‘Hotel California’. Das war auch der Grund warum ich begann meine eigenen Stücke zu schreiben. Ich konnte den alten Kram und die Covers nicht mehr hören. Es machte mich schier krank. Ich hatte bald ein paar eigene Lieder. Die waren aber nicht wirklich gut.

3. Was ist denn die Alternative zu Ihrer Musikerkarriere?

James: Ich hab keine! Wenn es nicht geklappt hätte, wäre ich böse auf die Nase gefallen. Ich hätte aber in jedem Fall weiter gemacht und weiterhin in kleinen Pubs gespielt, denn das machte mich immer schon glücklich. Ich würde sogar als Straßenmusiker weitermachen. Doch ich hab ja jetzt einen Plattenvertrag und sobald du so was in der Tasche hast, ist alles gut!

4. Was für Musik mochten Sie als Teenager? Waren Sie viel unterwegs in Clubs oder auf Festivals wie dem Glastonbury Festival?

James: Wir hatten nie genügend Geld für so was. I kann mich aber gut daran erinnern, dass alle meine Freunde hingingen. Ich aber musste mich um meine Geschwister, meine Mutter und unser Zuhause kümmern. Das ist auch der Grund warum ich Gitarre lernte, denn das ist das Instrument, das man am einfachsten und billigsten lernen kann. Anfangs war ich viel zu schlecht um damit Geld zu machen. Doch mit 16 verdiente ich schon so viel, dass ich meine Mutter finanziell unterstützen konnte. Ich habe einen jüngeren Bruder und eine ältere Schwester. Wir passten gegenseitig aufeinander auf. Doch meine Schwester war zu altmodisch um für Geld zu arbeiten. Mir kam die Rolle des Ernährers zu, weil ich der älteste Sohn. Mein Bruder war dann irgendwann zu alt, als dass man ihm Vorschriften hätte machen können. Ich war sozusagen in meiner Rolle als derjenige, der Geld heranschafft, gefangen. Mein Vater war immer irgendwie da. Aber er hatte seine eigenen Probleme und so konnte er uns nicht wirklich unterstützen. Ich habe nie mit meinem Vater zusammengewohnt, aber ich hab ihn regelmäßig gesehen. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass ich das, was mir am Herzen liegt, in der Hauptsachen machen kann... Wenn einer sein Leben genießen will, so sollte er immer das umsetzen und tun was er wirklich gut kann!

5. Sie kommen aus Rugby, der Ort, der als die Geburtsstätte des Rugby Sportes gilt. Spielen Sie dieses Spiel?

James: Ich komme zwar aus Rugby, das in Warwickshire liegt, aber heute wohne ich viel weiter südlich. Als Teenager war ich viel zu dünn für diese Sport. Doch ich halte es für ein gutes Spiel, bei dem man viel lernen kann. Ich selber war nie ein guter Sportler. Ich hab mich immer mehr für garstige Sachen interessiert, wollte kreativ sein und zeichnen. Ich hatte Spaß am Heimwerken. Ich zimmerte Tische und all so was. In der Schule mochte ich vor allem den Werk- und den Kunstunterricht. Vor dem Sportunterricht habe ich mich regelmäßig gedrückt.

6. Was machen Sie denn heute um fitt zu bleiben?

James: Ich gehe schwimmen, wenn ich Zeit habe, was nicht sehr oft ist. Ich habe zuhause auch eine Fitnessmaschine, die ich ab und an benutze. Aber darüber hinaus? Ich esse gerne Chinesisch, ich treffe Vorsorge mit Vitamintabletten... Ich bin Raucher und ich mag auch mal was trinken. Das heißt wohl, dass ich nicht der gesündeste Mensch auf Erden bin. Aber ich bin lebendig!

By AngieBlack