Alben wie "The Charm Of The Highway Strip" und "Get Lost" überzeugten nicht zuletzt durch diese ganz eigene Mixtur aus Synthie- und Akustik-Sounds, denen sich Stephin Merritt jetzt wieder annähert. Nach drei Alben ohne synthetische Sounds kehren die Magnetic Fields zu dem Stil zurück, den sie in den Neunzigern maßgeblich mitgeprägten.
„Die meisten Sounds, die Synthesizer heute bereitstellen, hat es damals noch gar nicht gegeben,“ bemerkt Merritt und erklärt damit sein wieder erwachtes Interesse an der Arbeit mit diesen Instrumenten. Die Songs – keiner länger als drei Minuten – entstanden in L.A., San Francisco und New York und wurden mit dem gewohnten Team eingespielt und aufgenommen: Claudia Gonson, Sam Davol, John Woo, Shirly Simms, Johnny Blood und Daniel Handler. (Foto: Marcelo Krasilcic)
Das Debütalbum der Magnetic Fields "Distant Plastic Trees" erschien 1991. 1999 etablierte die 3CD Box "69 Love Songs" Stephin Merritt endgültig als einen der talentiertesten Songschreiber seiner Generation. Diesem Durchbruch folgten die Alben in 2004, "Distortion" in 2008 und "Realism" in 2010. Zwischen den Veröffentlichungen der Magnetic Fields arbeitete Merritt an Seitenprojekten und an Aufnahmen mit verschiedenen Bands wie den Future Bible Heroes, den Gothic Archies und The 6th.
Er schrieb Soundtracks zu den Filmen Eban und Piece Of April und 2006 schrieb er unter dem Namen Gothic Archies auch ein paar Songs, die das Buch The Tragic Treasury: Songs From A Series Of Unfortunated Events von Lemony Snicket begleiteten. 2009 vertonte er dann eine Off Broadway Adaption von Neil Gaimans Novelle Caroline. Domino veröffentlichte 2011 Obscurities, eine Sammlung von Stephin Merritts vormals schwer zu findenden frühen Arbeiten.
Album: Love At The Bottom Of The Sea
Release: 02.03.2012
Domino
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