Album of the Week

Die Antwoord - Their debut album, $O$, was first made available February 2010 as a free download on their official website, and the band launched their first music videos, “Enter the Ninja” and “Zefside” on DIEANTWOORD.COM.

read more

Popgeschichte ist mehr als eine Aufzählung der Namen großer Künstler mit ihren größten Hits, fatalsten Flops und peinlichsten Ausrutschern. Sie zeigt in einer weit gefassten Perspektive auch die (kultur-) politischen und gesellschaftlichen Zeitumstände auf, unter denen die Popularmusik sich entwickelt und verändert.

weiterlesen

Kiwi soul on the rise
Turn Around featuring Iva Lamkum (Suff Daddy Remix)







Die Band als Kunstprojekt ist ja schon länger bekannt.
Doch hier was ganz delikates: EYE CONTACT
Fast zum Anfassen!

Die Erfahrung

You are listening to New York City!

also Los Angeles, San Francisco, Montreal, Chicago (photo: zensan)

anhören

Interviews Online Clap Your Hands Say Yeah

Clap Your handsDas Album Some Loud Thunder hat uns im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert. Songs wie “Satan Said Dance” riss uns mit wie eine Sturmböe. Und hier kommen sie wieder: Clap Your Hands Say Yeah – live mit dem neuen Album Hysterical. Alec Ounsworth erzählt uns, was seit 2007 passiert ist.

Warum habt ihr für das neue Album so lange gebraucht?
Nach unserem letzten Album brauten wir alle Zeit für uns und unsere eigenen Projekte. Wir waren an einem Punkt, wo wir eine Platte gemacht hätten, nur um eine zu machen. Wir wollten lieber eine machen, hinter der wir stehen würden.

Eines Deiner Projekte waren The Flashy Python. Klingt wie ein Filmtitel!?
Die Idee kommt von meinem Vater. Er war in der Navy am Gulf of Talkin stationiert. Er hatte von einem Schiff mit diesem Namen gehört. Als er mir davon erzählte, habe ich den Namen übernommen.

Hat Dein Vater großen Einfluss auf Dich?
So großen wie Väter eben haben. (lacht). Ich habe mich aber immer schon für witzige Namen interessiert, wie zum Beispiel Captain Beefheart.

Warst Du mit Deinem Projekt Mo Beauty genauso erfolgreich wie mit CYHSY?
Clap Your Hands ist das erfolgreichste Projekt an dem ich bislang gearbeitet habe. Ich weiß zwar nicht warum, aber die Leute scheinen zu lieben was wir machen.

Wie wollt Ihr genannt werden, Clap Your Hands Say Yeah oder CYHSY?
Da gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten. Ich kann mich erinnern, als ich mal in einem Hotel in Barcelona eingecheckt habe, hat der Herr an der Rezeption gelesen: CYHSY. Er nannte mich darauf hin „Mister Sissy“. Das hat mich amüsiert. Ich mag es.

Deine Texte sind lustig, zynisch und auch recht ernst, wie zum Beispiel im Song „Aliens“ oder „Adam’s Plane“. Verwirrst Du gerne?
Ganz und gar nicht. Ich verbringe sehr viel Zeit damit, die Texte zu schreiben und immer wieder zu überarbeiten. Manchmal dauert es sehr lange, bis ich damit fertig bin und dann wieder nicht. Scheinbar schreibe ich sehr abstrakt. Im „Alien Song“ wollte ich ein Liebeslied schreiben, doch ich bin nicht der „Let me do, you know I love you“ Typ. Das ist nicht mein Stil, auch weil es so schon tausendfach da war.

Clap Your handsIm „Ecstasy“ Song heißt es „Have I become a stranger to this country?“. Geht es um Deine Heimat, die USA, deren Wirtschaft am Boden ist?
So könnte man es auffassen. Aber ich bin nicht der Autor, der sich ausgiebig über unsere Wirtschaft oder Politik auslässt. Ich habe keine Lust die Leute zu verärgern. Der Song ist viele persönlicher und bezieht sich eher auf meine ganz eigenen Erfahrungen in unserem Land. Schon beim ersten Album fragten mit die Leute ob ich über die Beziehung der USA und dem Krieg in Iran geschrieben hätte und das war ganz und gar nicht der Fall. Das zeigt nur, dass jeder etwas ganz anderes in einen Song hineininterpretiert.

Dafür ist die Musik auch da! - 10 Jahre nach 9/11 – wo warst Du damals?
Damals lebte ich in Brooklyn, New York. Ich konnte von der anderen Seite alles genau sehen. Wir wussten erst nicht was da los war, keiner hat das verstanden. Es hat uns alle getroffen. Jeder kannte jemanden, der vermisst wurde. Mit einigen war ich in Philadelphia in die High School gegangen. Ich erinnere mich an die Aufrufe mit vermissten Leuten, die am Union Square aufgehängt waren. Es war eine schwere Zeit. 2003 bin ich dann umgezogen. Inzwischen bin ich vor allem zum arbeiten in New York.

Was hat sich Deiner Meinung nach am gravierendsten in New York geändert?
Das könnte ich einfach beantworten, wenn ich immer noch da leben würde. Inzwischen sehe ich vor allem unseren Übungsraum und dann bin ich auch schon  wieder weg...

Haben die Menschen in New York durch das Desaster mehr Zusammenhalt?
Direkt nach dem Geschehen war es sicherlich stärker, aber inzwischen könne ich nicht sagen, ob sich zwischenmenschlich wirklich etwas verändert hat.

Du bist mit Clap Your Hands auf der ganzen Welt unterwegs gewesen. Kannst Du Dir vorstellen in einem anderen Land zu leben?
Witzig, dass Du das fragst. Ich diskutiere seit einer Weile mit meiner Frau darüber. Wir sind uns einig, dass wir in Berlin oder Amsterdam leben möchten. Das sind die beiden Luftschlösser in unserer Fantasie.

Wieso wollen alle Musiker nach Berlin?
Für uns wäre es vor allem deshalb spannend, weil wir gerne mal in einem anderen Land leben möchten. Den größeren Bezug haben wir zu Amsterdam, denn dort kennen wir viele Leute. In Berlin waren wir vor drei Jahren. Wir haben mitgekriegt, wie schnell die internationale Musikszene wächst. Sie ist jung und dynamisch und das ist spannend. Meine Frau kann ein bisschen Deutsch und ich müsste das aufholen. Ist doch langweilig mich nur auf Englisch zu unterhalten.

Darf ich fragen wie alt Du bist?
33

Kannst Du von der Musik leben?
Kann ich? Ich konnte! Werde ich? Keine Ahnung! Ich hoffe, das neue Album gefällt denLeute und sie kaufen es. Das kann ich nicht vorhersagen, konnte ich noch nie. So ist das Musikerleben. Die Daumen drücken. Wenn du ein abgesichertes Leben führen willst, dann ist das nichts für dich.

Hättest Du eine Alternative, um zu überleben?
Etwas ganz bestimmtes? Ich rede oft mit Musikerfreunden darüber, weil es in den letzten Jahren für einige von uns immer schwieriger geworden ist. Einige von uns können sich nicht mehr vorstellen, dass es ewig so weitergeht. Weniger Platten werden verkauft, man reist von einer Stadt zur nächsten und muss mit vielen anderen Bands konkurrieren. Das ist zwar gut so, aber irgendwann holt das den ein oder anderen ein. Ich weiß auch nicht. Robbie malt, so wie viele andere. Hast Du einen Vorschlag, was ich machen könnte? Ich habe zwar studiert und wollte zuerst auch weitermachen. Aber dann habe ich mich dazu entschlossen, Musik zu machen und so wurde aus der kleinen Pause eine sehr lange Pause. 28:00
Ich werde auf alle Fälle immer Musik machen, auch wenn ich davon nicht mehr leben könnte.

Die New York er Musikszene ist relativ verbandelt und jeder arbeitet mal mit jedem. Tust Du das auch?
Mit einigen Musikerfreunden kann ich das sicherlich. Dabei nenne ich das nicht eine bestimmte Szene, sondern einfach Freunde, mit denen ich Musik mache. The Flashy Phytons und Doctor Dog sind Beispiele dafür. Wir rufen uns einfach zusammen und spielen.

CYHSY sind vor allem übers Internet bekannt geworden. Wie wichtig ist für Dich das World Wide Web?
Für mich persönlich ist das Internet nicht so wichtig, aber für die Band sehr wohl. Ich selbst nutze es nicht so häufig wie andere Menschen. Ich rufe meine Emails ab aber bleibe nicht so lange vor dem Rechner kleben. Ich bin offenbar in einer anderen Zeit aufgewachsen. (lacht)

Gibt es einen Lieblingssong auf dem neuen Album?
Hmm – das hängt von der Tagesverfassung ab. Wenn wir live spielen, finde ich „Hysterical“ sehr speziell. Der Albumtitel Hysterical fasst die Emotionen des ganzen Albums zusammen. Der Song selbst hat so viel Energie und Dramatik – und auch der nächste Song – ach, ich kann mich gar nicht entscheiden. Die sind alle gut!

Von Angela Sandweger


Clap Your handsAlbum: Hysterical
Release: 09.09.2011
oop. / Uni


Offizielle Site / myspace / wikipedia






 

Albums coming soon

On Tour Today

Text Size

Login Form